Wer regelmäßig mit Altmetall zu tun hat, weiß: Schrott ist nicht gleich Schrott. Während Eisen oft nur wenige Cent einbringt, können Buntmetalle die Haushalts- oder Firmenkasse ordentlich aufbessern. Doch wie erkennt man den Wert im Haufen Altmetall? In diesem Beitrag erklären wir die wichtigsten Unterschiede und wie Profis in Regionen wie Dortmund oder Ratingen den Wert ermitteln.
1. Die "Königsdisziplin": Kupfer (Cu)
Kupfer ist das wertvollste der gängigen Metalle im Schrotthandel. Aber Achtung: Der Preis hängt extrem vom Reinheitsgrad ab.
Kupfer Millberry: Das sind blanke, saubere Drähte (mind. 1 mm dick), frei von Anhaftungen. Es erzielt den Höchstpreis.
Kupfer Berry: Gebrauchtes Kupfer, oft oxidiert oder leicht verfärbt (z.B. alte Wasserrohre).
Kupfer Leitschienen: Massive Schienen aus der Elektrotechnik.
Profi-Tipp: Entfernen Sie die Isolierung von Kabeln nur, wenn Sie eine Schälmaschine haben. Für normales Erdkabel gibt es beim Schrottankauf spezielle Kabelschrott-Preise.
2. Der Allrounder: Messing (Ms)
Messing ist eine Legierung aus Kupfer und Zink. Man erkennt es an der goldgelben Farbe. Typische Fundstücke sind Armaturen, Ventile oder alte Türbeschläge. Da Messing schwer ist, lohnt sich das Sammeln hier besonders schnell. Achten Sie darauf, Anbauteile aus Kunststoff oder Eisen zu entfernen, um den "sauberen" Messingpreis zu erhalten.
3. Leichtgewicht mit Potenzial: Aluminium (Al)
Aluminium findet man überall: Von Fensterprofilen über Felgen bis hin zu Motorteilen. Da Aluminium ein sehr geringes Eigengewicht hat, benötigt man große Mengen, um ein hohes Gewicht auf die Waage zu bringen. Dennoch ist das Recycling von Aluminium energetisch extrem sinnvoll und wird daher gut bezahlt.
Warum die professionelle Abholung sinnvoll ist
Viele Privatpersonen und Handwerker lagern ihren Schrott monatelang, weil der Transport zum Verwerter zu aufwendig ist. Hier setzen spezialisierte Dienstleister an. Ob in der Metropole Dortmund oder im Umland von Ratingen – mobile Schrotthändler bieten heute den Service, die Metalle direkt vor Ort zu wiegen und anzukaufen.
Fazit
Wissen ist bares Geld. Wer seine Metalle kennt und sie vorab grob sortiert, holt das Maximum aus seinem Altmetall heraus. Professionelles Recycling schont zudem die natürlichen Ressourcen, da die Gewinnung von Sekundärrohstoffen deutlich weniger Energie verbraucht als der Bergbau.

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